Das Aufhaupten aller Dinge in Christus (1)
Vieles in unserer Welt wirkt wie ein chaotischer Schutthaufen: Konflikte, zerbrochene Beziehungen, Zersplitterung selbst unter Christen. Die Bibel beschreibt diese Unordnung als Folge einer tiefen, geistlichen Rebellion und eines universalen Zusammenbruchs. Mitten hinein spricht Epheser 1 von einem großartigen Ziel Gottes: Er will alles, was zerfallen ist, neu ordnen, zusammenführen und unter ein einziges, gutes Haupt stellen – Christus. Wer versteht, wie Gott das tut und warum Er mit der Gemeinde beginnt, gewinnt eine neue Sicht auf Erlösung, Gemeindeleben und die Hoffnung für die ganze Schöpfung.
Gottes überströmende Gnade und das Ziel der Aufhauptung
Wenn Paulus in Epheser 1 den Blick für uns öffnet, dann zeichnet er nicht zuerst die Bedürftigkeit des Menschen, sondern die Fülle Gottes. Er beginnt mit einem Strom des Lobpreises: Gott hat uns in Christus mit jeder geistlichen Segnung gesegnet, Er hat uns vor Grundlegung der Welt erwählt, zur Sohnschaft vorherbestimmt, durch das Blut Christi erlöst und uns die Vergebung der Vergehungen geschenkt. Alles ist Gnade, und diese Gnade ist überströmend, reichlich, ohne Berechnung. Aber sie verläuft nicht ziellos, wie ein Fluss, der sich im Sand verliert. Paulus verbindet diesen Gnadenstrom ausdrücklich mit einem Ziel: Gott hat „uns das Geheimnis seines Willens wissen lassen … für die Verwaltung der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist“ (Epheser 1:9–10). Erlösung steht hier nicht isoliert, sondern ist eingebettet in eine gewaltige Haushaltung, in der Christus als Haupt sichtbar gemacht wird.
Dies bedeutet, dass Gott uns erwählt hat, damit Er alle Dinge in Christus aufhauptet. Er hat uns zur Sohnschaft vorherbestimmt, damit Er alle Dinge in Christus aufhauptet. Er hat für uns durch das Blut Christi die Erlösung vollbracht, um alle Dinge in Christus aufzuhaupten. Gott hat uns begnadigt und die Gnade in aller Weisheit und Einsicht überströmend auf uns kommen lassen, damit Er alle Dinge in Christus aufhauptet. Die Aufhauptung aller Dinge in Christus ist die Folge all dieser Dinge. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft acht, S. 74)
Damit verschiebt sich unsere Perspektive auf Gnade. Sie ist mehr als Vergebung individueller Schuld, mehr als ein Neubeginn für ein einzelnes Leben. Sie ist die schöpferische Kraft, mit der Gott eine zerbrochene Schöpfung auf einen neuen Mittelpunkt hin ordnet. Er macht uns zu Söhnen, und indem Er uns zu Söhnen macht, bereitet Er die Aufhauptung vor: Menschen, die das Haupt kennen, lieben und Ihm Raum geben, werden zu Knotenpunkten einer neuen Ordnung. Und zugleich macht Er sich selbst zu unserem Erbteil; aus dieser gegenseitigen Zugehörigkeit wächst eine neue Wirklichkeit, in der nicht mehr das Chaos der Rebellion, sondern die Ruhe der Unterordnung unter Christus prägend wird. Die überströmende Gnade ist wie ein Fluss, der unaufhaltsam auf ein Meer zuläuft: die Zusammenfassung aller Dinge in Christus. Diese Sicht nimmt dem Evangelium nichts von seiner persönlichen Nähe, sondern vertieft sie: Jeder, der begnadigt wird, wird in den großen Plan hineingenommen, in dem Gott alles, was zerfallen ist, in Christus bündelt. Das macht auch unser alltägliches Glaubensleben bedeutungsvoll. Wo wir dem Haupt Raum geben, nimmt der Strom der Gnade Gestalt an, und mitten in einer zerrissenen Welt wächst ein Vorgeschmack der kommenden Ordnung heran, der uns ermutigt, nicht klein von Gottes Absicht mit uns und seiner Schöpfung zu denken.
Die Schrift bezeugt diese Weite der göttlichen Absicht an mehreren Stellen. So heißt es in Apostelgeschichte 3:21 über Christus: „Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.“ Die Wiederherstellung aller Dinge ist kein später Einfall, sondern ein altes Wort Gottes; und die Gnade, die uns erreicht, ist die Weise, wie dieses Wort in der Zeit beginnt, Wirklichkeit zu werden. In Christus hat Gott die Mitte schon gesetzt; in der Gemeinde beginnt Er, diese Mitte sichtbar zu machen. Das kann in uns eine stille Zuversicht wecken: Wir sind nicht Spielball bewegter Zeiten, sondern Beschenkte eines Gottes, der weiß, wohin alles geht. Seine Gnade trägt uns nicht nur durch persönliche Krisen, sie trägt uns hinein in eine Geschichte, deren Ziel feststeht – Christus als Haupt über allem.
Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens wissen lassen nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in ihm, für die Verwaltung der Fülle der Zeiten, alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist, in ihm. (Eph. 1:9-10)
Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. (Apg. 3:21)
Wer sich von dieser Sicht prägen lässt, wird Gnade weniger als punktuelle Hilfe und mehr als Teilnahme an Gottes großer Bewegung sehen. Das kann unsere Erwartung an Gemeindeleben, an persönliches Wachstum und an die Geschichte dieser Welt verändern: Nicht das Chaos hat das letzte Wort, sondern der Gnadenplan Gottes, der in Christus gipfelt. So gewinnt jeder Schritt der Unterstellung unter Ihn Gewicht – nicht als moralische Leistung, sondern als leises Mitwirken an der Aufhauptung, mit der Gott seine Schöpfung heimholt.
Aus dem Schutthaufen des Zusammenbruchs unter das Haupt Christus
Die Bibel zeichnet die Geschichte der Schöpfung mit einer Nüchternheit, die unsere optimistischen Bilder von Fortschritt und Entwicklung infrage stellt. Sie erzählt von einem guten Anfang – Himmel und Erde geordnet durch Gottes Wort – und dann von zwei tiefen Rissen: dem Aufstand eines erhabenen Engels und der Rebellion des Menschen in 1. Mose 3. Seitdem ist die Welt nicht einfach nur unvollkommen, sondern in Gottes Augen in einen Zustand des Zusammenbruchs geraten. Paulus spricht von einer Schöpfung, die seufzt und in Wehen liegt (Römer 8:22). Es gibt Strukturen, es gibt Rangordnungen, ja es gibt auch beeindruckende menschliche Leistungen; doch alles bewegt sich innerhalb eines Systems, dessen Grundrichtung von Abkehr und Selbstherrschaft geprägt ist. Man könnte sagen: Das Gebäude steht in Teilen noch, aber es ist statisch gebrochen; die tragenden Linien sind zerstört.
Aufgrund der zwei Rebellionen, der Rebellion der Engel und der menschlichen Rebellion, befindet sich das ganze Universum in einem Zustand des Zusammenbruchs. In Gottes Augen gibt es keine Ordnung auf der Erde; statt dessen gibt es einen Trümmerhaufen, der durch den Zusammenbruch verursacht wurde. Man stelle sich vor, ein hohes Gebäude stürzt plötzlich in sich zusammen und wird zu einem Haufen Trümmer. In diesem Haufen liegen manche Teile höher als andere. Ebenso stehen in dem durch die Rebellion verursachten Zusammenbruch gewisse Menschen, wie der Präsident oder andere Regierungsoberhäupter, über anderen. In diesem Zusammenbruch steht der Präsident der Vereinigten Staaten natürlich höher als wir. Dennoch befinden sich alle Weltführer immer noch in diesem Zusammenbruch. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft acht, S. 76)
Vor diesem Hintergrund bekommt das Reden von Rettung eine andere Tiefe. Wenn Paulus in Epheser 1:10 davon spricht, dass Gott alles in Christus aufhauptet, und in Vers 22 sagt, Gott habe „alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben“, dann geht es nicht nur darum, einzelne Menschen vor einem künftigen Gericht zu bewahren. Gott holt uns aus einem umfassenden Zusammenbruch heraus. Er nimmt uns heraus aus einem Lebenszusammenhang, der vom „Ohne-Gott“ und „Ohne-Haupt“ bestimmt ist, und stellt uns bewusst unter das Haupt Christus. Dort, wo ein Mensch im Glauben anerkennt, dass Christus Herr ist, wird er innerlich aus dem Schutthaufen der Rebellion herausgerufen. Die äußeren Umstände mögen dieselben bleiben, doch ein anderer Ordnungspol bestimmt sein Leben. Die Gemeinde ist in diesem Sinn mehr als eine religiöse Organisation: Sie ist die Versammlung derer, die aus dem Zusammenbruch herausgerufen und unter das eine Haupt gestellt wurden – ein neuer Lebensraum innerhalb der alten Welt.
Dieses Herausgerufenwerden aus dem Zusammenbruch zeigt sich nicht zuerst in spektakulären Veränderungen der Weltlage, sondern in der stillen, manchmal unscheinbaren Neuordnung konkreter Beziehungen. Wo Menschen unter Christus stehen, verliert der Kampf um Rang und Selbstdurchsetzung an Macht. Das Denken in Hierarchien, das sich am Schutthaufen orientiert – wer steht höher, wer niedriger? –, wird relativiert durch eine neue Mitte. Paulus beschreibt den Leib Christi so: „Denn so wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl es viele sind, ein Leib sind, so ist auch der Christus“ (1. Korinther 12:12). Hier werden Unterschiede nicht geleugnet, aber sie ordnen sich einem gemeinsamen Leben und einem gemeinsamen Haupt unter. Genau das ist Vorgeschmack der kommenden Aufhauptung: Mitten in einer Welt, die im Innersten auseinanderfällt, wächst ein Raum, in dem eine andere Ordnung erprobt wird – die Ordnung eines Hauptes, das nicht unterdrückt, sondern Leben gibt.
Wer sich als von Gott aus dem Zusammenbruch Herausgerufener versteht, darf nüchtern und zugleich hoffnungsvoll auf die Welt sehen. Nüchtern, weil er die Brüche nicht romantisiert; hoffnungsvoll, weil er weiß, dass Gott das Ziel nicht aus den Händen gegeben hat. Die Rettung, die wir in Christus erfahren, ist deshalb größer als die Veränderung einzelner Lebensgewohnheiten. Sie ist der Beginn einer Versetzung: vom loses Geröll hin zu lebendigen Steinen im Bau, den Gott auf Christus gründet. In dieser Sicht verliert die Gegenwart etwas von ihrer Bedrohlichkeit. Sie bleibt ernst, aber sie ist nicht endgültig. Gott ist dabei, aus einem Schutthaufen ein Haus zu machen, und jede bewusste Unterordnung unter Christus, jedes Ja zu Ihm als Haupt ist ein Stein, der schon jetzt in diese kommende Ordnung eingefügt wird.
Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, (Eph. 1:22)
Denn so wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl es viele sind, ein Leib sind, so ist auch der Christus. (1.Kor 12:12)
Aus dem Schutthaufen des Zusammenbruchs herausgerufen zu sein, heißt, die Kräfte, die diese Welt bestimmen, nicht mehr als letzte Wirklichkeit zu verstehen. Das kann einen inneren Abstand schaffen zu Machtspielen, Konkurrenz und Selbstinszenierung und zugleich eine neue Freiheit, sich Christus anzuvertrauen. Wer sich in Ihm verortet, entdeckt, dass Rettung nicht nur darin besteht, etwas zu vermeiden, sondern in etwas hineingenommen zu werden: in das geordnete, friedvolle Leben unter einem guten Haupt, das die kommende Wiederherstellung aller Dinge schon jetzt in Spuren sichtbar macht.
Gemeindeleben als Vorreiter der Aufhauptung: Wachstum in Leben und Licht
Wenn Gott mit der Aufhauptung aller Dinge beginnt, richtet Er seinen Blick nicht zuerst auf die sichtbaren Zentren der Macht, sondern auf eine Gemeinschaft, die in den Augen der Welt oft randständig erscheint: die Gemeinde. Epheser 1 schließt den großen Lobpreis mit der Aussage, dass Gott Christus „als Haupt über alles der Gemeinde gegeben“ hat, „die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Epheser 1:22–23). Die Gemeinde ist nicht das Haupt, aber sie steht in einzigartiger Nähe zum Haupt; sie ist der Leib, durch den das Leben und die Leitung des Hauptes sichtbar werden sollen. Hier setzt Gott an, wenn Er in einer zerbrochenen Schöpfung Ordnung schafft: Er gibt Christus als Haupt einer konkreten, oft sehr gewöhnlichen Gemeinschaft von Menschen, die Ihm gehören. In ihrem Miteinander will Er zeigen, wie seine kommende Ordnung aussieht.
Um alle Dinge in Christus aufzuhaupten, hauptet Gott zuerst Seine Auserwählten auf. Daher ist das Gemeindeleben ein Leben des Aufgehauptetwerdens. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft acht, S. 75)
Entscheidend ist, dass diese Aufhauptung nicht durch äußere Organigramme oder kirchliche Machtstrukturen geschieht. Gott ordnet nicht primär über Strukturen, sondern über Leben. Über Christus heißt es im Johannesevangelium: „In Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Johannes 1:4). Leben und Licht gehören untrennbar zusammen: Wo das Leben Christi in uns zunimmt, dort klärt sich auch unsere Sicht; das Licht zeigt, was dem Haupt entspricht und was nicht. Die Offenbarung beschreibt die vollendete Stadt so: „Und die Stadt braucht weder die Sonne noch den Mond, damit sie in ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm“ (Offenbarung 21:23). Was dort in Vollendung geschaut wird, beginnt im Gemeindeleben tastend und unvollkommen: Christus als inneres Licht, das Beziehungen ordnet, Beweggründe prüft und Wege aufhellt. Je mehr eine Gemeinde diesem Licht Raum gibt, desto mehr wird sie zu einem Ort, an dem die Aufhauptung Christi nicht nur bekannt, sondern erfahren wird.
Praktisch zeigt sich das in vielen kleinen, aber tiefgehenden Bewegungen. Wo das Leben Christi wächst, werden verletzende Worte erkannt und zurückgenommen, lang gepflegte Kränkungen verlieren ihre Macht, und der Wunsch, recht zu behalten, tritt zurück hinter die Frage, was dem Haupt entspricht. Paulus ruft die Glaubenden auf: „Ich flehe euch nun an, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle dasselbe redet und dass keine Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr euch auf denselben Sinn und auf dieselbe Meinung ausrichten lasst“ (1. Korinther 1:10). Dieses Ausrichten ist mehr als eine formale Einigung; es ist das innere Zuwenden zu Christus als dem gemeinsamen Haupt. Wo Er das Maß wird, kann vielfältige Unterschiedlichkeit bestehen bleiben, ohne in Spaltung zu kippen. So wird die Gemeinde zu einem lebendigen Gleichnis: In einer Welt, die an ihren Gegensätzen leidet, gibt es einen Raum, in dem Einheit nicht durch Gleichmacherei, sondern durch Bezug auf ein Haupt entsteht.
In diesem Licht lässt sich das Gemeindeleben als ein stilles, aber wirkmächtiges „Pilotprojekt“ Gottes betrachten. Hier übt eine kleine Gemeinschaft ein, was eines Tages die ganze Schöpfung prägen wird: Leben unter Christus, geordnet nicht durch Druck, sondern durch das Ziehen seines Lebens und das Leuchten seines Lichts. Diese Sicht kann uns helfen, das Unscheinbare neu zu schätzen: ein versöhntes Gespräch, eine getragene Entscheidung, eine gemeinsam getragene Not sind nicht nur innergemeindliche Vorgänge, sondern Teil eines viel größeren Weges. Gott beginnt bei seinem Volk, um schließlich alles unter Christus zu ordnen. Wer in diesem Bewusstsein Gemeindeleben teilt, darf hoffen, dass selbst mühsame Prozesse – Verzögerungen, Missverständnisse, schmerzhafte Lernwege – von einem Herrn gehalten sind, der nicht nur sein Haupt ist, sondern auch das Haupt über alles, und der sein Werk vollenden wird.
In Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. (Joh. 1:4)
Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. (Eph. 1:22-23)
Wenn Gemeindeleben als Ort der Aufhauptung gesehen wird, dann verliert es den Charakter bloßer Pflicht und gewinnt den Charakter eines mitgetragenen Geheimnisses. Die Begrenztheit unserer Gemeinschaften, ihre Brüche und Unvollkommenheiten wirken im Licht dieser Hoffnung nicht mehr wie das letzte Wort, sondern wie eine Baustelle, auf der der Herr des Universums bereits arbeitet. Das kann trösten, wenn manches langsamer wächst als erhofft, und zugleich ermutigen, sich innerlich neu an Christus auszurichten: Er ist das Haupt, und Er weiß, wie Er die Seinen so in seinem Leben und Licht wachsen lässt, dass sie schon jetzt einen leisen Glanz seiner kommenden Ordnung ausstrahlen.
Herr Jesus Christus, Du bist das von Gott eingesetzte Haupt über alle Dinge, und doch beginnst Du in Deiner Demut bei uns, Deiner Gemeinde. Danke, dass Deine überströmende Gnade uns aus dem Schutthaufen des Zusammenbruchs herausruft und uns in Deine Ordnung, Dein Leben und Dein Licht hineinführt. Stärke in uns das Vertrauen, dass Dein Plan nicht scheitert, sondern unaufhaltsam auf die Aufhauptung aller Dinge zugeht, auch wenn wir jetzt noch so viel Unordnung und Finsternis sehen. Lass unser persönliches Leben und unser gemeinsames Miteinander ein Ort werden, an dem etwas von Deiner kommenden Wiederherstellung aufstrahlt, damit Deine Herrschaft sichtbar wird und Deine Freude in unserer Mitte wohnt. Richte unsere Herzen auf Dich als das einzige Haupt aus, damit wir in Deinem Leben wachsen, in Deinem Licht gehen und in Deiner Hoffnung ruhen, bis Du alles vollendet hast. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Ephesians, Chapter 8